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Plastik-Planet: intelligent verpackt oder Müll-Berg?

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Hygienisch verpackte Lebensmittel, praktische Behälter, wohltuende Duschgels: Unser Alltag ist ohne Plastik kaum denkbar. Die Kehrseite der Medaille ist Plastikmüll. Im Magen von Meerestieren und im Eis der Antarktis, auf den Äckern im Kompost und in Hühnermägen, sogar an den Stränden unbewohnter Inseln – er findet sich überall. Heute befinden sich rund 140 Millionen Tonnen Plastik in den Ozeanen. Jedes Jahr gelangen mindestens weitere 8 Millionen Tonnen hinzu mit fatalen Folgen für das fragile Ökosystem sowie für Mensch und Tier. Der Planet aus Plastik und Schrott – vielerorts in Indien, Indonesien und Myanmar ist er längst Realität.

Die EU will diesem mit einer neuen Strategie für Kunststoff entgegenwirken: Ziel ist es bis 2030 alle Kunststoffverpackungen auf dem EU-Markt recyclingfähig zu gestalten, den Verbrauch von Einwegkunststoffen zu reduzieren, die absichtliche Verwendung von Mikroplastik zu beschränken und die Recyclingquote für Plastikabfall auf mindestens 50% zu erhöhen. In Deutschland sieht das zum 1. Januar 2019 in Kraft tretende Verpackungsgesetz eine deutliche Erhöhung der Recyclingquoten bei Kunststoffabfällen vor. Die Lizenzgebühren für die dualen Systeme sollen zudem so ausgestaltet werden, dass sie recyclinggerechtes Design belohnen.

Auch viele große Handelskonzerne haben bestimmte Plastikverpackungen aus ihrem Sortiment verbannt und versuchen, Müll zu vermindern oder mehr zu recyceln. Umweltschützern ist das vor dem Hintergrund, dass bis zum Jahre 2050 nach Schätzungen mehr Plastikteile als Fische in den Weltmeeren schwimmen könnten, zu wenig. Sie fordern ein vollständiges Verbot von toxischen Inhaltsstoffen und bestimmten Plastikarten.

Wir möchten mit Ihnen diskutieren:
Welches Plastik ist wirklich notwendig? Und auf welche Kunststoffe sollten wir nicht verzichten? Wie können Wissenschaft, Wirtschaft und Politik kooperieren, um die Vermüllung des Planeten durch Plastik aufzuhalten? Wie wird die Umsetzung der europäischen Plastikstrategie und des neuen Verpackungsgesetzes vonstattengehen? Und welche Auswirkungen hat dies auf Wirtschaft und Verbraucher?

Zeit: Donnerstag, 13. Dezember 2018 von 08:00 - 09:30 Uhr
Ort: Tagesspiegel-Haus, Askanischer Platz 3, 10963 Berlin 

Moderiert wurde das Trendfrühstück von Stephan Wiehler, Verantwortlicher Redakteur, Der Tagesspiegel.

 

Impressionen 19. Trendfrühstück:


    Zum Format

    Die Veranstaltungsreihe „Tagesspiegel Trendfrühstück“ findet alle ein bis zwei Monate statt und setzt sich mit Trends rund um die Themen verantwortungsbewusster Konsum, Verbraucher und Zukunft der Ernährung auseinander. Bei vergangenen Trendfrühstücken waren unter anderem der damalige Bundesminister Christian Schmidt, Staatssekretär Thomas Silberhorn, Minister Till Backhaus, Verbraucherpolitikerinnen und –politiker verschiedener Fraktionen wie Renate Künast, Mechthild Heil oder Johannes Fechner sowie Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden, NGOs und Unternehmen wie Felix Ahlers (Vorstandsvorsitzender von FROSTA) und Valentin Thurn, der Regisseur von Taste the Waste, zu Gast. Unterstützt wird das Trendfrühstück von der REWE Group. Auf unserer Website www.trendfrühstück.de können Sie einen ersten Einblick in die Veranstaltungsreihe gewinnen.